Warum haben wir uns für den BVDK/die IPF entschieden?

Vorweg erklären wir kurz ein paar Abkürzungen:
IPF : International Powerlifting Federation
BVDK : Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer
FEDs : Federations/Verbände
IOC : International Olympic Committee


Eine der wichtigsten Fragen die man sich in diesem Sport oft stellen musst, ist diese: In welchem Verband möchte ich eigentlich antreten? Grund hierfür sind einerseits die verschiedenen Regelwerke. Für ein spezifisches Training muss man genau wissen, welche Techniken erlaubt und was für Ausrüstungsgegenstände benutzt werden dürfen. Weiterhin geht es auch um etwaige Drogentests, mögliche Konkurrenz und internationale Wettkämpfe. Wir werden euch natürlich auch zu anderen Verbänden einen Einblick gewähren. In diesem kurzen Artikel soll es darum gehen, warum wir zum großen Teil im BVDK bzw. der IPF (Dachverband) starten wollen.

Was wir zuallererst ausschließen können sind persönliche Beziehungen, die dazu geführt haben, dass uns der BVDK nahegelegt wurde. Es gab wirklich niemanden den wir aus diesem Verband gekannt haben und uns diesen angepriesen hat. Es basiert alles auf rationaler Ebene und wir haben sehr gute Gründe, wieso wir diesen Verband als passend für unsere Athleten ansehen.

Hier muss man sich eine weitere Frage stellen. Was wollen wir erreichen?

„Professionell“ ist eins der Schlüsselwörter, die sehr oft fallen werden. Wir betrachten alles sehr nüchtern und objektiv. Wir verlangen das aber auch von den Kampfrichtern, die uns bewerten. Die derzeit am professionellsten veranstalteten internationalen Wettkämpfe werden unserer Meinung nach von der IPF und der WRPF organisiert. Die IPF (Dachverband des BVDK) wird noch zusätzlich in RAW und Equipped unterteilt. RAW ist im Prinzip das klassische Powerlifting, Equipped ist mit zusätzlicher Ausrüstung. Erklärung könnt ihr HIER nachlesen. Die WRPF unterscheidet sich grundsätzlich in einer Beziehung von der IPF. Es wird kein Drug Testing (es gibt laut der Internetseite eine angeblich Drug-Tested Amateur Klasse) durchgeführt. Weiterhin treten die Lifter dort in der Kategorie RAW+ an. Das ist RAW mit zusätzlichen Wickelbandagen in der Kniebeuge.

warum-ipf-foto
DS Athlet Maxi

Zusammengefasst:

Die IPF ist ein seriöser Verband mit einer Vereinsstruktur, die Regeln sind sehr klar formuliert und strikt. Weiterhin sind die Kampfrichter dort am besten ausgebildet und es findet dort ein sehr objektives Judging statt. Man hat die Möglichkeit international zu starten, muss aber eine Norm erfüllen, damit man starten darf. So wird verhindert, dass mit internationalen Starts geprahlt wird, wenn das Niveau nicht vertretbar ist. Der deutsche Kader ist auch ein seriöses Gebilde und die Leute die dort drin sind, haben es in der Regel auch verdient.

Es macht für uns sehr viel Sinn in diesem Verband zu starten. Wir wollen den Sport auf dem höchsten und professionellsten Niveau betreiben. Wir scheuen keine Dopingtests, da ich nie jemand coachen werde, der nur im Entferntesten mit leistungssteigernden Mittelchen zu tun hat, da so etwas den Ruf eines Coaches sehr schnell ruinieren kann. Meine Jungs und Mädels wissen und respektieren das auch. Das Ziel eines jeden bei uns im Team ist der internationale Start in der IPF bei Classic Wettkämpfen, also RAW. Die Höhe und Dichte des Niveaus wird auch sonst von keinem Verband erreicht. In den „Untested FEDs“ (Verbände ohne Drogentest) sieht man primär ein paar wenige Ausreißer, die Drug Tested Powerlifter in der IPF schlagen können.

Was außerdem sehr wichtig für uns ist, ist die IOC Anerkennung. Das heißt die IPF hat die Chance von Olympia anerkannt zu werden. Angeblich werden auch die World Games 2021 RAW sein. Das ist ein olympiaähnliches Event für Sportarten, die in der Vorauswahl für Olympia stehen. Das ist natürlich auch für unsere Lifter ein mittelfristiges Ziel. Eine Chance zu haben dort anzutreten, ist im Prinzip das größte, was man als Kraftdreikämpfer erreichen kann. Zumindest ist es der Wettkampf, für den die Qualifikation die meisten Hürden bereithält. Eine noch größere Ehre wäre es natürlich, dort eine Medaille zu ergattern.

Wir hoffen, dass ihr unsere Entscheidung nachvollziehen könnt und nun wisst, warum wir uns für den BVDK/IPF entschieden haben. Gleichzeitig möchten wir aber auch betonen, dass andere Verbände ihre Daseinsberechtigung haben und auch andere Vorteile bieten.

Be dedicated, become strong!


► Kontakt: info@dedicatedsports.de

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